mit dem helikopter der vereinten nationen geht’s zwei stunden nördlich nach Zwedru. der vogel ist russisch, die drei-mann-crew aus der ukraine. die passagiere: ein hagerer äthiopischer UN-soldat auf dem weg zu seinem bataillon, eine blasse deutsche journalistin, sixpacks mit trinkwasser, eine ölpumpe. der ukrainische pilot trägt unglaublich spitze slipper aus staubigem schlangenleder. oder ähnlichem. sein „welcome on board lady
and gentleman …„ ist gerade noch zu verstehen. der rest geht unter in einem strengen akzent und dem schneidenden lärm der rotorblätter. wir folgen seinem fingerzeig auf schwimmwesten und ausstiegsluken. der äthiopier zieht den gurt noch fester. ich dann auch. während wir uns in 2.500 fuss höhe schrauben, ducken sich die
zurückgelassenen blauhelme ins kniehohe gras. zum trocknen ausgelegte wäsche wirbelt auf, kinder rennen, lachen, winken. ein helikopter erhebt sich aus lehmhütten. der regenwald – ein pelztier in grün, das meer schwappt milchblau an den rand liberias. schluss mit der poesie.
3 Kommentare:
STEF, ich möchte mehr poesie!
ich auch!!
Right on Fred! Crank it up Stef!!
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