Zorzor, Voinjama, Kolahun - mit 30km/h pro stunde kämpft sich der landrover in den norden. Foya, ein dorf mit vielleicht 300 seelen, strom aus versprengten generatoren, keiner tageszeitung, einem zerstörten radiosender, einem entertainment center und reis, viel reis. Mposho isst reis am
liebsten drei mal täglich, kratz mit der gabel die letzten körner zusammen und setzt nach, wenn er's sich denn leisten könne. Mposho trainiert die hiesige fussballmannschaft, lehrt schiedsrichter, was richtig und falsch ist, auf dem spielfeld und im leben, Mposho zieht ein bein nach. ich hab ihn nicht gefragt, warum. Foya hat schon viel gesehen, kriegsverbrechen aller art, flüchtlinge aus dem süden, flüchtlinge aus Sierra Leone, rückkehrer aus Guin
ea und wieder flüchtlinge aus dem süden. in nebensätzen erfährt man von vermissten brüdern, verschleppten vätern, namenlosen toten. und: Foya feiert. den frieden mit einem peace carnival, mit megafonen, mit blumen im haar.gut, hier her gekommen zu sein.
1 Kommentar:
Mehr, mehr, mehr, .... wenn du ein internetz findest.
könntest du den blog auch so einrichten, dass wir das datum sehen können, sonst wissen wir nicht
wann m o r g e n war.
love from berlin
fritz
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